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Projekt Campi-Restaurierung

Im März  2015 habe ich einen Anhänger "Campi" Baujahr 1963 erworben. Die Angebote für diesen Anhänger wurden stets weniger und ich wollte mir deshalb ein Exemplar sichert. 

Eine Besonderheit hat der Campi. Durch einen der Vorbesitzer würde ein Umbau des Innern der Wanne vorgenommen um eine Vergrößerung des Ladevolumen zu erreicht. Hierzu wurde die "Spritzwand", welche den hinteren Teil des Innenraumes zum Rad abtrennt, entfernt. Der eingesetzte Eigenbau Radlauf war aus einfachen Stahlblech. Hier hat der  Rost in den letzten 50 Jahren kräftig gearbeitet. 

An den Bildern kann man den desolaten Zustand des Campi bereits gut erkennen. Die Risse im unteren Teil der aus Aluminium gefertigten Wanne sind nach dem sandstrahlen erst richtig zu Tage getreten. 

Der Anhänger war ordendlich runtergewirtschaftet wie auf den folgenden

Bilder zu sehen ist. Die Wanne aus Aluminium, sowie der Deckel stellten

die größte Herausforderung bei der Restaurierung dar. Originalfarbe war wie auf den Fotos zu sehen war einmal Blau.

Restauration

Nach der Demontage habe ich die Teile einem befreundeten Profi übergeben, der in seiner Firma die nötigen Arbeiten durchführen konnte.

 

Zuerst wurde das Fahrgestell komplett demontiert und der Drehstab entfernt. Anschließend alle Teile sandgestrahlt und entrostet.

 

Nach dem strahlen wurde das Ausmaß der Schäden richtig sichtbar. Besonders die größeren Risse an der Unterseite sind auf dem Bild zu sehen. 

Der selbstgefertigte und völlig marode Radkasten wurde mit einem neuen Blech als Grundplatte verschweisst.

Anschließend wurden Wanne und Deckel gerichtet, gedengelt und immer wieder geschweisst.

 

Nach grundieren, spachtel und schleifen wurde alle Teile lackiert. Erster Farblack 

BMW-Polizei Weiß, anschließend ein Piaggo Rosso Ton. Vor dem Klarlack habe ich eine goldfarbene Linierung mit 0,5 mm Klebeband geklebt.

 

Für die diese Farbgestaltung und keine Original-Farbe habe ich mich bewusst entschieden. Erstens war der Roller eh schon fremd lackiert. Zweitens hat mir die Gestaltung durch den Vorbesitzer sehr gefallen. 

 

Das Fahrgestell wurde in Mattschwarz lackiert.

Nachdem die Facharbeiten erledigt waren sind die Einzelteile endlich wieder in meiner Garage zur Montage gelandet. Blinker, Rücklicht verkabeln und den Radlauf einbauen und abdichten. Anschließend den Innenraum mit bordeauxroten Filz ausgeschlagen. Demnächst kommt noch ein Bodenblech aus 2 mm Riffelblech rein.

Fertig!

Pünktlich knappe 2 Wochen vor dem großen Ludwigsfelder  Rollertreffen im August 2016, ist das Gespann einsatzbereit! 

 

Die Mühe hat sich meines Erachtens wirklich gelohnt. 

Vielen Dank

an Volker Uhlenbroch und seine Truppe der Firma INDU-TEC in Königswinter-Oberpleis. Hier wurden alle Facharbeiten am Blech und Lack durchgeführt. Kompetenz und das Gefühl für das Gefährt waren ausschlaggebend für das tolle Ergebnis.

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