Iwl-Rollerfan.de
Iwl-Rollerfan.de

 Die letzte Generation von Großrollern in der DDR, der "Troll 1"

Mi Die Forderung nach dem Gütezeichen "Q" brachten bereits 1960 Pläne auf den Tisch für einem qualitativ weiterentwickelten Motorroller . So wurde bereits kurz nach Serienbeginn des "Berlin" ein Änderungsstopp verhängt und alle Entwicklungskapazität für den "Neuen" aufgewendet.

Im Lastenheft der Entwicklung stand unter anderem, eine Leistungssteigerung, voll gedämpftes Fahrwerk, größere Federwege, Seitenklappen zur besseren Wartung und Reparatur und serienmäßige Blinker.

 

Viele Punkte aus den geforderten Veränderungen wurden im TR 150 "Troll 1" umgesetzt. TR 150 stand für TouenRoller 150 cm³. Der Nameszusatz "Troll 1" wurde aus Touren-Roller Ludwigsfelde, 1. Entwicklung kreiert.

 

Weiterhin stammt der Motor aus dem Hause MZ mit einer Leistungssteigerung auf 9 PS. Fahrwerk Rahmen und Verkleidung wurden komplett überarbeitet und viele Bauteile im Rahmen der anlaufenden Standartisierung bei MZ der ES-Baureihe entnommen.

 

Zum Gütezeichen "Q" haben alle Veränderungen allerdings nicht gereicht. Sicher ist der "Troll" der Motorroller aus Ludwigsfelde mit dem besten Fahrwerk, konzeptionell wurden aber auch hier seine Schwächen offenbart. Der geforderte längere Federweg  bringt eine wesentlich erhöhte Sitzposition mit sich. Besonders Frauen hatten gegenüber dem "Berlin" mit dem "Troll" ihre liebe Not. Seine sehr kantige Linienführung, die hohe Bauweise bescherten dem Troll eine recht schwerfällige Erscheinung.

 

Die Umstellung der Produktion vom "Berlin" zum "Troll" war im Januar 1963 mit Start der Serienproduktion abgeschlossen. Sein Preis lag bei 2.550 DM (Ost).

Der Roller hatte nicht nur unter seinen konstruktiven Eigenarten zu leiden. Schon kurz nach Einführung des Models, war ein nachlassendes Interesse an Motorrollern nicht nur im Osten Deutschlands zu verzeichnen. PKW`s lösten hier die Roller unweigerlich ab.

 

Am 24. Dezember 1964, nach produzierten 56.513 Stück  verließ der letzte Motorroller das Werk in Ludwigsfelde.

 

In der DDR wurden nie wieder Roller mit mehr als 125 cm³ gebaut. 

Druckversion Druckversion | Sitemap
© IWL-Rollerfan